Omega 3-Waffeln (und weitere vegane Rezepte aus dem Vorrat)

Vegane Frühstücks-Waffeln mit Getreideflocken, Walnüssen und Leinsamen

Wie viele andere, arbeite ich im Moment zu Hause. Auch sonst versuche ich, die Wohnung so selten wie möglich zu verlassen, um dabei mitzuhelfen, unser Gesundheitssystem zu entlasten und einander gemeinsam zu schützen. Deshalb gehen wir inzwischen nur noch einmal die Woche einkaufen und ich plane die Mahlzeiten genauer als sonst. An den ersten Tagen nach dem Einkauf verbrauchen wir Zutaten mit einer kurzen Haltbarkeit, später greifen wir dann auf Lebensmittel zurück, die länger aufbewahrt werden können.

Auch diese Waffeln werden einfach aus dem Vorrat zubereitet. Außerdem enthalten sie keine Zutaten wie Mehl oder Hefe, die dank irrsinniger Hamsterkäufe mancherorts Mangelware sind. Der Teig basiert auf gemahlenen Getreideflocken. Apfelmark bzw. -mus ist ein weiterer Hauptbestandteil  des Teiges, der für angenehme Süße sorgt. Ich habe selbst gekochtes, ungesüßtes Apfelmus verwendet, gekauftes aus dem Glas geht aber auch. Sollen die Waffeln keinen Haushaltszucker enthalten, ist Apfelmark die richige Wahl. Außerdem versorgen Leinsamen, Walnüsse und Rapsöl mit reichlich – der Titel dieses Beitrags lässt es erahnen – Omega 3-Fettsäuren.

Zusammen mit etwas Obst, Kompott oder Fruchtmark sind die nussigen Waffeln ein schmackhaftes, vollwertiges Frühstück. Und weil sie auch problemlos einige Wochen im Tiefkühler gelagert werden können, ist das Waffelrezept sozusagen aus dem Vorrat für den Vorrat.

Bevor es zum Waffelrezept geht, hier noch mehr Ideen von meinem Blog, die aus lange lagerfähigen Zutaten nachgekocht werden können. All diese Rezepte basieren auf haltbaren Lebensmitteln, wie Getreideprodukten, Konserven, Tiefkühlware sowie lagerbaren Wurzelgemüsen, Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln.

Für ein Frühstück sind Waffeln etwas aufwendiger in der Zubereitung, aber sie können auch eingefroren und auf dem Toaster, im Ofen oder in der Mikrowelle wieder erwärmt werden. Versuch doch die Omega 3-Waffeln aus diesem Beitrag oder die Variante mit Mohn und Haferflocken. Mit getrocknetem, eingemachtem oder tiefgekühltem Obst kombiniert sind das Haferkleie-Porridge, mein Haferfrischkornmüsli und der vegane, haushaltszuckerfreie Grießbrei besonders lecker. Und das Apfelgranola mit Lein- und Hanfsamen kann gleich mehrere Wochen ungekühlt aufbewahrt werden.

Ist dir mehr nach einem herzhaften Frühstück oder einer deftigen Brotzeit, kommt mein veganer Spundekäs genau richtig. Für den Tomatenhummus kannst du statt frischem getrost tiefgekühlten Basilikum verwenden und frischen Zitronensaft durch solchen aus der Flasche oder einen Schuss Essig ersetzen.

Auch die Polentaschnitten mit Tomatenolivensoße aus meinem letzten Beitrag lassen sich aus dem Vorrat zubereiten, ebenso das Feigen-Walnuss-Pesto, das beispielsweise zu Nudeln und Reis oder auf Sandwiches schmeckt. Pilaw, asiatischer Bratreis und marokkanischer Couscous können mit jedem erdenklichen Gemüse abgewandelt werden, ob frisch oder aus der Kühltruhe. Besonders vielfältig einsetzbar ist tiefgekühlter Spinat: Er brilliert mit Artischocken auf Crostini und neben Sesamsoße zu Kichererbsentofu, kann aber auch statt Mangold auf Buchweizenspätzle mit Walnusssoße serviert werden.

Steht dir der Sinn nach pflanzlichen Fleischalternativen, empfehle ich dir Seitansteaks mit Kräuterhaube oder veganes Schaschlik. Möchtest du dich angesichts merklich steigender Temperaturen lieber an den Grill stellen, leg doch Tofu, Gemüse oder andere Leckereien in meiner rauchigen Tomatenmarinade ein.

Auf süße Kleinigkeiten ohne Haushaltszucker musst du nicht verzichten, nur weil du seltener als sonst einkaufst. Eine große Schüssel Chai-Popcorn für den Filmabend kann komplett aus dem Vorrat zubereitet werden und hält sich einige Tage. Meine Möhren-Haferflocken-Kekse schmecken übrigens auch ohne Karotte oder mit etwas geriebenem Apfel, statt Zwetschgen im veganen Grießauflauf machen sich andere Obstsorten oder sogar Kompott gut.

Du möchtest backen, aber es ist einfach keine Hefe aufzutreiben? (Solltest du das hier deutlich später lesen, als ich es schreibe: Doch, so ist es gerade tatsächlich.) Mein Rührkuchen mit Mandeln, Schokosplittern und Marmelade oder die Nussnougat-Muffins sind vegan, herrlich süß, hefefrei und dazu noch einfach zu machen – perfekt zum Nachmittagskaffee am kommenden Osterwochenende.

Lass es dir schmecken – und bleib gesund.

 


Omega 3-Waffeln

für 12 – 15 Waffeln

 

Zutaten:

2 EL geschrotete Leinsamen

6 EL Wasser

250 g Multikornflocken (oder z. B. Hafer- oder Dinkelflocken)

80 g Walnusskerne

1 Päckchen Weinsteinbackpulver

400 g Apfelmark (alternativ Apfelmus)

3 EL Rapsöl (&mehr für das Waffeleisen)

nach Belieben Zimt, Vanille und/oder Kardamom; evtl. Süßungsmittel nach Wahl

 

Zubereitung:

Geschrotete Leinsamen mit Wasser verrühren und beiseite stellen.

Getreideflocken in einer Küchenmaschine mit S-Klinge oder einem Mixer zu Mehl verarbeiten. Mehl in eine große Schüssel umfüllen. Walnusskerne ebenso wie die Flocken mahlen, dabei können ruhig ein paar kleine Nussstücke sichtbar bleiben. Gemahlene Nüsse zum Getreidemehl in die Schüssel geben und Backpulver untermischen.

Apfelmark oder -mus, eingelegte Leinsamen und drei Esslöffel Rapsöl mit der Getreidenussmischung verrühren. Wenn du magst, kannst du noch Gewürze wie Vanille unterheben, ich habe den Waffelteig mit einem Teelöffel Zimt und einer Prise Kardamom abgeschmeckt. Wer mag, kann beispielsweise mit Apfeldicksaft oder anderem Süßungsmittel nachsüßen.

Waffeleisen erhitzen und fetten, darin nacheinander Waffeln ausbacken. Ich habe ein Waffeleisen für zwei belgische Waffeln verwendet und pro Waffel zwei bis drei gehäufte Esslöffel Teig knapp vier Minuten gebacken.

Warm oder kalt servieren, zum Beispiel mit mehr Apfelmus.


Vegane Frühstücks-Waffeln mit Getreideflocken, Walnüssen, Apfelmus und Leinsamen

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